Eurythmie

Die Eurythmie ist ein künstlerisches Bewegungsfach, welches ein fester Bestandteil des Unterrichts an Waldorfschulen ist. Sie versteht sich als eine Form sichtbarer Sprache und sichtbarer Musik. Durch die eurythmischen Gesten wird das Wesenhafte, was der Sprache und der Musik zugrunde liegt, in eine bewusst gestaltete Bewegung überführt.

Im Eurythmieunterricht lernen die Schüler:innen, diese Bewegungen zu ergreifen und in bewegten Raumformen sichtbar werden zu lassen. Dabei steht nicht die perfekte äußere Form im Vordergrund, sondern die bewusste Gestaltung aus dem eigenen Erleben heraus.

Mehrere junge Menschen in weißen Hemden und Jeans treten auf der Bühne auf, einige wirbeln mit hellem Stoff.

Eurythmie fördert:

  •  die Wahrnehmungsfähigkeit für den Umkreis
  • das Raum- und Körperbewusstsein
  • die Konzentration
  • die soziale Aufmerksamkeit
  • die Sprachentwicklung
  • das selbstbewusste Auftreten
  • den künstlerischen Ausdruck
  • das bewegliche Denken

Besonders in der heutigen, oft reizüberfluteten Welt bietet die Eurythmie einen Raum für bewusste, konzentrierte Bewegung. Sie stärkt die Kinder in ihrer inneren und äußeren Haltung und unterstützt sie darin, in einer Gruppe ihren Platz zu finden und gemeinsam etwas Schönes zu gestalten. Die Inhalte wachsen mit dem Alter der Kinder. In den unteren Klassen werden die Bewegungen nachahmend in Geschichten, Reime und Musik eingebettet. 

Später kommen immer anspruchsvollere choreographische Elemente hinzu, die die Jugendlichen immer selbstständiger künstlerisch umsetzen. Die Eurythmie ist für unsere Schüler:innen Weg, sich selbst und die Welt auf künstlerische Weise zu begreifen – und zu bewegen.