Die Fremdsprachen

Im Fremdsprachenunterricht an Waldorfschulen tauchen Kinder in eine Sprachwelt ein, in der sie sich von der ersten Stunde an aktiv in der Sprache bewegen. Das pädagogische Konzept sieht vor, dass die Schüler:innen und Schüler:innen vom ersten Schuljahr an in regelmäßigen Fachstunden in zwei Fremdsprachen eingeführt werden. Sie sprechen Gedichte, singen Lieder, machen Spiele und erhalten kleine Handlungsanweisungen – alles in der fremden Sprache. 

Die Lehrkraft hat selbstverständlich eine klare Vorstellung davon, was die Kinder in den ersten drei Jahren nicht intentional, sondern nachahmend erwerben sollten, und führt sie gezielt durch ganz bestimmte Wortfelder. 

Im 4. Schuljahr werden die Kinder in beiden Fremdsprachen in Schreiben und Lesen eingeführt. Zunächst schreiben und lesen sie Texte, die sie bereits auswendig kennen, kleine Gedichte, Prosatexte oder einzelne Sätze. Wird das Schreiben und Lesen flüssiger, kann man die Kinder nach und nach an altersgerechte Literatur heranführen. In der Mittelstufe gewinnt neben dem Lesen und Erarbeiten von Texten ein immer bewussterer Umgang mit der Grammatik an Bedeutung. 

Im Unterricht der Oberstufe setzt sich die kontinuierliche Arbeit an der Differenzierung des Sprachgebrauchs und der Korrektheit des Schreibens und Sprechens fort, jedoch erweitern sich die thematischen Schwerpunkte. 

Französisch

Eine lächelnde Frau mit Brille sitzt an einem Schreibtisch am Fenster und hält einen geöffneten roten Ordner in der Hand. Sie gestikuliert mit der Hand, umgeben von Papieren und Büromaterial, und wirkt engagiert und fröhlich.